Sonntag, 11. Juli 2010
Nachrichten - 2010
Vorentwurf Bebauungsplan Nr. 57 Ortsmitte enttäuschend!
Auf der letzten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses stand der Vorentwurf des Bebauungsplanes Nr. 57 Ortsmitte auf der Tagesordnung. Die Ortsmitte soll nämlich attraktiver gestaltet werden, um mehr Akzeptanz bei Einkaufenden und Anliegern zu schaffen. So sollen verschiedene Flächen, wie z.B. das Grundstück „Gärtnerei“ Ecke Dorfstraße/Laboer Weg einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Das von der Verwaltung beauftragte Planungsbüro stellte den Ausschussmitgliedern erste Ergebnisse über die Neugestaltung der Ortsmitte vor. Folgende sehr bedenkliche und enttäuschende Vorschläge wurden präsentiert:
- Auf der Höhe Dorfstraße Ecke Hafenstraße und Ecke Laboer Weg soll jeweils ein Kreisverkehr entstehen. Hierfür ist es nach Aussage des Planungsbüros allerdings notwendig, Grundstücksflächen angrenzender Anlieger zu erwerben.
- Die Dorfstraße wird auf Höhe der Geschäftszeile mit einigen Parkplätzen versehen. Auch dies ist nur mit Ankauf von Grundstücksflächen realisierbar.
- Die Einfahrt zum Schulredder soll verbreitert werden, damit der Marktplatz besser einsehbar und erreichbar ist. Der Garagenbereich auf der Ecke Dorfstraße/Schulredder soll dafür beseitigt werden. Dies geht natürlich nur, wenn der Eigentümer „mitspielt“ und entsprechende Ausgleichflächen, wie z.B. den Verbindungsweg zwischen Marktplatz und Dorfstraße erhält, so die Vorstellung des Planungsbüros.
- Das Grundstück „Gärtnerei“ soll mit Geschäftsgebäuden und einem Seniorenwohnheim bebaut werden. Es erhält eine Anbindung zum Blumenweg und zum Rathausplatz.
- Der Schmiedeplatz soll vergrößert werden und ein in den Hang integriertes Parkhaus erhalten.
Die FDP beurteilt die Vorschläge für nicht umsetzbar. Das Zentrum mit gleich zwei Kreisverkehrsanlagen zu versehen, kann nicht im Sinne einer verkehrsberuhigenden Straßenführung sein. Ein Kreisverkehr wäre wohl eher beim Ortseingang Höhe Tobringer oder Schrevenborner Weg angebrachter.
Hinzu kommt, dass die Realisierbarkeit der meisten Vorschläge nur mit Ankauf von Privatflächen möglich ist. Sicherlich hat das Planungsbüro vorsorglich schon ein verbindliches „Okay“ für den Erwerb der Grundstücksflächen bei den Anliegern eingeholt und auch die Finanzsituation der Gemeinde berücksichtigt. Es stellt sich sonst die Frage, mit welchen Vorgaben Gemeindeverwaltung und Bauausschuss das Planungsbüro beauftragt haben?
Die Überplanung der Ortsmitte soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die FDP hofft doch sehr, dass der vom UWH geleitete Bauausschuss die Gestaltung der Ortsmitte ernst nimmt und unser Zentrum nicht noch mehr verunstalten lässt.
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